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Die Zukunft der Versicherungsbranche und die Rolle der Intermediäre

zeitschreiber
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Marcel Hanselmann
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15.7.2021

Marktteilnehmer mit intermediärer Rolle werden in der Versicherungswelt der Zukunft eine maßgebende Rolle spielen.

Sasha Justmann (links) und Marcel Hanselmann (rechts), Geschäftsführer

Marktteilnehmer mit intermediärer Rolle werden in der Versicherungswelt der Zukunft eine maßgebende Rolle spielen, weil sie allen Marktteilnehmern ein Maximum an Prozesseffizienz liefern können und ihnen gleichzeitig den Rücken für ihr Kerngeschäft freihalten.

Die Versicherungsbranche steht vor großen Herausforderungen, sowohl auf Seiten der Versicherungsgesellschaften als auch bei den Vertrieben. Experten und Branchenkenner sind sich einig, dass eine zielgerichtete digitale Transformation eine unabdingbare Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg am Versicherungsmarkt ist. Manche gehen mit ihrer Prognose sogar so weit, dass Unternehmen, die diese Entwicklung versäumen, mittelfristig komplett vom Markt verschwinden könnten.

Das Kernproblem ist auf Seiten der Vertriebe vereinfacht ausgedrückt, dass sinkende Margen auf der einen Seite und wachsender Aufwand für Regulatorik auf der anderen Seite die Daumenschrauben gleich aus zwei Richtungen anziehen.

Dieses Szenario ist dabei bei weitem keine Zukunftsmusik, sondern bereits heute Realität. Dass in der Vergangenheit diese Entwicklung an vielen Stellen nicht wirklich ernst genommen wurde, erhöht den Druck zusätzlich.

Wer in dieser Situation von mehr Arbeit für weniger Geld erfolgreich bestehen will, muss sich an das heranwagen, was er selbst noch gestalten kann – und das sind die internen Prozesse. 

Die Arbeit muss schneller, effizienter und mit weniger personellem Aufwand geleistet werden können, dann macht das Geschäftsmodell wieder Sinn und bekommt das Potential zum Erfolg zurück. „Hierzu müssen nicht nur Tätigkeiten wie das manuelle Einscannen von Formularen eliminiert werden“, weiß Wilhelm Brenner.

Der zeitsprung-Key Account Manager kennt die Situation am Markt sehr gut. Es geht beispielsweise auch um manuelle Downloads, den Datenversand per E-Mail oder den Import von Datensätzen von einem System in ein anderes. Am Ende muss jede Tätigkeit betrachtet und analysiert werden, ob sie nicht effektiv automatisiert werden kann.

Immer mehr Versicherungsvertriebe erkennen diesen Bedarf und die Chance, die eine zielgerichtete Digitalisierung für den Erfolg des eigenen Unternehmens bietet. Voraussetzung dafür ist neben der internen Aufstellung des Vertriebsunternehmens auch ein gutes Digital-Set-up beim Versicherer. Nur wenn die Versicherungsgesellschaft über die entsprechenden BiPRO-Schnittstellen verfügt, können die Kommunikation und der Datentransfer automatisiert werden und ohne Medienbrüche zum Vertriebspartner fließen.

Die Versicherer müssen digital-ready werden und ihren Vertrieben eine hochwertige Datenqualität über funktionale Schnittstellen zur Verfügung stellen, das fordert der Markt. Dabei ist der Prozess sogar höher einzustufen als das Produkt an sich. Wer das mittelfristig nicht liefert, wird von den Vertriebsgesellschaften nach und nach aussortiert werden. „Das geschieht nicht aus Willkür, sondern weil die Vertriebe das für ihre eigene Marktfähigkeit brauchen“, erläutert Brenner. Er ergänzt: „So gut wie alle Marktteilnehmer haben hierbei noch signifikanten Nachholbedarf.“

Hat ein Unternehmen, egal ob Versicherer oder Vertrieb, die Entscheidung getroffen, das eigene Digitalisierungsniveau zu steigern, stellt sich regelmäßig die Frage, ob eine bestehende Lösung eingekauft oder eine Eigene entwickelt werden muss. Neben den Fragen, ob die internen Kapazitäten ein solch umfangreiches Zusatzprojekt erlauben, wie lange eine komplette Neuentwicklung bis zur Marktreife dauern wird und welcher Weg wohl kostenintensiver ist, gewinnt in diesem Zusammenhang der Begriff des Intermediärs an Bedeutung.

„Wir haben bei zeitsprung mit der BiPRO-Cloud die ganzheitliche und maßgeschneiderte Lösung für die Versicherungsgesellschaften, mit der sie nach einem schlanken Onboarding ihren Vertrieben die Datenqualität liefern können, die gewünscht wird. Auf der anderen Seite ist der BiPRO-Hub genau auf die Bedürfnisse der Vertriebe zugeschnitten, um dort die Prozesseffizienz zu maximieren und Medienbrüche zu eliminieren“, 

so zeitsprung-Geschäftsführer Marcel Hanselmann. Dieses Portfolio macht einen Anbieter wie zeitsprung zu einem Intermediär, der in diesem Fall unabhängig zwischen Versicherungsgesellschaft und Vertrieb steht. 

Macht sich ein Unternehmen dieses System zu nutzen, erhält es damit nicht nur seine eigene Digital-Readiness, sondern auch eine direkte Anbindung zu allen angebundenen Versicherern beziehungsweise Vertriebsunternehmen. Das sind bei zeitsprung aktuell bereits über 90 Versicherungsgesellschaften und ca. 9.000 Vermittler und Vertriebe – Tendenz steigend. Der Intermediär im Versicherungsmarkt ist damit der zentrale Knotenpunkt, an den sowohl Gesellschaften als auch Vertriebe angeschlossen sind und über den der automatisierte Datentransfer noch intuitiver und effizienter läuft als beim Einsatz verschiedener individueller Eigenentwicklungen.

Marktteilnehmer mit intermediärer Rolle werden in der Versicherungswelt der Zukunft eine maßgebende Rolle spielen, weil sie allen Marktteilnehmern ein Maximum an Prozesseffizienz liefern können und ihnen gleichzeitig den Rücken für ihr Kerngeschäft freihalten. Das ist zwar ein Hygienefaktor, aber einer, der künftig über die Wettbewerbsfähigkeit in der Versicherungsbranche entscheiden wird.


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